Martin Luther und COVID-19? (Fundstück)

Wir sind nicht die erste Generation, die mit einer Seuche zu kämpfen hat. In einem Brief von 1527 schreibt Martin Luther, wie er sich in einer solchen Situation verhält. Seine Worte sind immer noch top aktuell und eine starke Orientierung.

„Wohlan, der Feind hat uns durch Gottes Verhängnis Gift und tödliche Krankheit hereingeschickt.

So will ich Gott bitten, dass er uns gnädig sei und wehre.

Danach will ich … Orte und Personen meiden, da man meiner nicht bedarf, auf dass ich mich selbst nicht verwahrlose und dazu durch mich vielleicht viele andere vergiften und anstecken und ihnen so durch meine Nachlässigkeit Ursache des Todes sein möchte.

Will mich indes mein Gott haben, so wird er mich wohl finden, so habe ich doch getan, was er mir zu tun gegeben hat, und bin weder an meinem eigenen, noch an anderer Menschen Leben schuldig.

Wo aber mein Nächster meiner bedarf, will ich weder Orte noch Personen meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen, wie oben gesagt ist.

Siehe, das ist ein rechter, gottesfürchtiger Glaube, der nicht dummkühn noch frech ist, und auch Gott nicht versucht.“

Martin Luther

(Diesen Text habe ich im Gemeindebrief meines Kollegen, Christian Lehmann (Walheim) gefunden, der ihn gerne zur Verfügung stellt.)

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