„Ein Mann von Größe rennt nicht“

Gestern war Vatertag. Von einem besonderen Vater erzählt die berühmte Geschichte vom verlorenen Sohn. In Lukas 15, 20 heißt es: Als der Sohn noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Lukas 15,20
Dass ein Mann zu seinem Sohn rennt, war in damaliger Zeit undenkbar. „Ein Mann von Größe rennt nicht, er bewahrt Haltung.“, schreibt schon Aristoteles. Sklaven rennen – das schon. Aber kein angesehener Mann würde in der Öffentlichkeit jemals rennen. 

Aus antiker Weltsicht ist dieser Vers also höchst ungewöhnlich. Als wäre das noch nicht genug, wird hier kein gewöhnlicher Vater beschrieben: Der Vater repräsentiert Gott. Er rennt seinem Kind entgegen. Was für ein Bild!

Wenn er sich so zu Ihnen aufmacht, sollten Sie sich nicht auch zu ihm aufmachen? 
Was kann Ihnen heute helfen, sich auf ihn zuzubewegen? 
Ob es ihnen gelingt oder nicht: Ich wünsche ihnen, dass Sie diese Vaterliebe Gottes spüren. Die Liebe von dem Gott, der nicht „irgendwo da oben ist“, sondern längst auf dem Weg zu Ihnen!

Ihr Pfarrer Oliver Helmers   

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