Post aus Ostwestfalen

Nach dem Gottesdienst kamen mir die Zweifel. Ich hatte von der Liederdichterin Marie Schmalenbach (1835-1924) erzählt, die trotz vieler Nöte Trost im Glauben an Jesus Christus fand. Bis heute, so erzählte ich, sei auf ihrem Grabstein vor der Kirche in westfälischen Mennighüffen die dritte Strophe aus ihrem Lied „Brich herein“ zu lesen.

Aber stimmte das wirklich? Was mich zweifeln ließ: Ich hatte zahlreiche Bilder von ihr im Internet finden können, aber nicht ein einziges von ihrem Grabstein. Hatte ich unwissentlich eine Legende weiterverbreitet? 

Ich fragte nach, beim Pfarramt in Mennighüffen, in Ostwestfalen. Eine freundliche ältere Dame kümmerte sich umliegend um mein Anliegen, sie besuchte das Grab von Marie Schmalenbach, machte ein Foto und schickte es mir. Wie froh war ich, als die Worte auf dem Stein las. Es stimmte wirklich: „Jesus Christ, du nur bist unsrer Hoffnung Licht. Stell uns vor und lass uns schauen jene immer grünen Auen, die dein Wort verspricht.“  

Pfarrer Oliver Helmers

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