Auch weiter keine Präsenzgottesdienste

Während des Lockdowns werden wir weiterhin keine Präsenzgottesdienste anbieten. Bis zum 31. Januar sollen die Gottesdienste ausschließlich digital gefeiert werden. So hat es der Kirchengemeinderat am Montag beschlossen. Auch wenn die Entscheidung sehr klar ausgefallen ist, wissen alle, dass dies ein schmerzhafter Verzicht für die nächsten Wochen bedeutet.

Hintergrundinfo: Anders als im Frühjahr 2020 ist die Entscheidung, wie Gottesdienste in der württembergischen Landeskirche gefeiert werden, den einzelnen Gemeinden überlassen. Ab einem Inzidenzwert von 200 soll überlegt werden, ob auf Präsenzgottesdienste verzichtet werden kann, bei einem Wert von 300 dürfen keine Gottesdienste mehr gefeiert werden.

Wir laden damit ein, „digital“ mitzufeiern. Neben den Gottesdiensten auf unserem Youtubekanal, lässt sich die aktuelle Predigt über das Predigttelefon abrufen (07424-9804260).

2 Kommentare zu „Auch weiter keine Präsenzgottesdienste

  1. Sehr Schade, möchte hier eine Aussage des Reformators Martin Luther hinterlassen….

    „Wenn Gott tödliche Seuchen schickt, will ich Gott bitten, gnädig zu sein und der Seuche zu wehren. Dann will ich das Haus räuchern und lüften, Arznei geben und nehmen, Orte meiden, wo man mich nicht braucht. Damit ich nicht andere vergifte und anstecke und ihnen durch meine Nachlässigkeit eine Ursache zum Tode werde.

    Wenn mein nächster mich aber braucht, so will ich weder Ort noch Person meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen. Siehe, das ist ein Gottesfürchtiger Glaube, der nicht tollkühn und dumm und dreist ist und Gott nicht versucht.“

    Nun, Luther wie Zwingle haben die Reformation in Zeiten der Schwarzen Pest begonnen und gelebt. Wo leben wir jetzt das Evangelium zu den Menschen zu tragen die es benötigen und Hilfe geben wo Menschen diese benötigen?
    Man kann auch nun sicher die Bibel zitieren, was eine Versammlung ist, wann ist sie notwendig oder wann ist auch sie Hilfe zumindest noch auch real zu sehen das es andere gibt. All dies kann die digitale Welt nicht zeigen und bringen. Klickzahlen sind keine Zuschauer und sagen nichts aus.

    Ich hatte wirklich überlegt in der evangelischen Kirche meine Heimat wieder zu finden. Nur ohne Gemeinde leben, das möglich wäre gibt sich örtliche Kirche auf. Sie entbehrt der Grundlage von Kirche als Leib zu sein. Denn auch in schweren Zeiten hatte sich die Gemeinde gefunden, getroffen und vor Gott zu versammeln… Wer schon in einem Gottesdienst wahr in dieser Zeit wird spüren das es ein Unterschied macht – zwischen der Online Welt zu leben oder sich, auch aus der Entfernung, zu sehen.

    Liebe Grüße in allem und als Gedankenanregung. Angst ist ein schlechter Führer der Gedanken und führt nie zum Ziel……

    PS: Ich bin ein Befürworter von Schutzvorschriften, Masken und mehr. Aber keiner der sich zurückzieht wo es um meinen Schutz des Lebens geht, wenn andere dies benötigen…..

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    1. Lieber Herr Idler, danke für Ihre offenen Worte!

      Wir würden uns freuen, wenn Sie in der evangelischen Kirche wieder Ihre Heimat finden, wie Sie in Ihrem Kommentar schreiben! Auch wenn es sich anders anfühlt, ist der Lockdown ja nicht für immer. Ungeachtet dessen, dass man die Entscheidung des Kirchengemeinderates unterschiedlich sehen kann: Dass sich diese „große Familie“, die sich Gemeinde nennt, nicht in gewohnter Weise treffen kann, ist ebenso wie die Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren kaum auszuhalten. Für niemanden von uns.

      Sie deuten etwas Wichtiges an, wenn Sie fragen, wo wir nun das Evangelium zu den Menschen tragen und Menschen helfen. Könnte es sein, das wir jetzt neu durchbuchstabieren müssen, was es heißt, „Kirche außerhalb von Kirchenmauern“ zu sein? Ist der Gottesdienst im Alltag nicht sogar wichtiger als der Kirchgang am Sonntag? Luthers Gedanken scheinen mir in diese Richtung zu gehen…

      Es ist ja nicht so, als hätten wir generell unsere Türen zugemacht. Sterbende besuchen, Trauernde trösten, würdig beerdigen, miteinander – wenn auch anders – in Kontakt bleiben, Ehen stärken (Online-Ehekurs), junge Menschen über zoom das Evangelium schmackhaft machen… Darin wollen wir nicht müde werden.

      Ich freue mich, wenn wir uns einmal persönlich kennen lernen und danke nochmals für Ihre Gedanken,
      Oliver Helmers

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