Gib mir 5 – mit dem Prediger durch die Pandemie (Impuls zur Woche)

Heute habe ich das Buch Prediger gelesen. Es mag weltlich wirken, dabei war es eines der Bücher, die Jesus las. Das Buch aus der hebräischen Bibel ist Katholiken unter dem ursprünglichen Titel Kohelet bekannt. Fünf Erkenntnisse, um mit der Weisheit Salomos durch die Pandemie zu kommen:

  1. „Alles hat seine Zeit…“ (Prediger 3,1) – nach Regen kommt Sonnenschein. Nach Winter kommt Frühling. Das Wissen um die Phasen des Lebens hilft uns, in schweren Zeiten Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Wenn ich mich am Boden fühle, weiß ich, es geht auch wieder aufwärts.
  2. „So geh hin und iss dein Brot mit Freuden…“ (9,7) – Brot kann man in sich hineinschlingen oder jeden Bissen genießen. Warum nicht mal wieder ein gutes Essen im Restaurant bestellen? Die Gastronomen werden es Ihnen danken! Oder etwas Besonderes mit zur Arbeit nehmen, jetzt wo Kantinen geschlossen sind? Auch wenn in unserem Denken oft zwischen Leib und Seele unterschieden wird, kann ein gutes Essen nicht nur den Körper, sondern auch die Seele stärken.
  3. „Trauern ist besser als Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert.“ (7,3). So gut das Lachen und Genießen tut, auch Trauern muss sein: Trauern, um die Folgen der Pandemie, Trauern um den Verlust von selbstverständlich geglaubten Freiheiten. Wussten Sie, dass von 150 Psalmen die meisten dieser Gebete Klagepsalmen sind? Geben Sie Ihrer Klage einen Raum! Gott hat dafür ein offenes Ohr!
  4. Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämen, und wer viel lernt, der muss viel leiden“ (Prediger 1,18). Weises Handeln ist niemals ohne Nebenwirkungen. Man denke nur an die Coronaverordnungen: Ohne die Erkenntnisse der Wissenschaft, könnte man sich sämliche Einschränkungen sparen. Natürlich lässt sich über einzelne Regeln streiten, aber im Grundsatz ist es doch so: Kluges Handeln führt manchmal ins Leid, das schlimmeres Leid verhindert. Mein Verzicht kann Nächstenliebe bedeuten, wenn er zum Schutz der Schwachen dient.
  5. Zwei sind allemal besser dran als einer allein.“ (Prediger 4,9) – „Allein geht man ein.“ Haben Sie diesen Spruch schon einmal gehört? Haben Sie einen Menschen, der ihnen in diesen Tagen gut tut? Bleiben Sie miteinander im Kontakt. Nicht umsonst hat Jesus seine Jünger zu zweit ausgesandt. So banal das klingt: Zwei sind besser als einer.

Was ist Ihr Favorit unter meinen Top5? Schreiben Sie es gerne in die Kommentarleiste.

Oliver Helmers

Ein Kommentar zu “Gib mir 5 – mit dem Prediger durch die Pandemie (Impuls zur Woche)

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