Impuls zum Ewigkeitssonntag (Impuls zum Wochenende)

Tränen der Trauer. Als Seelsorger begegnen mir viele davon.

Ich denke an die Tränen, die ein Mann vergossen hat, dem ich mich sehr nahe fühle. Es ist Jesus. Mit ganzer Wucht wird er mit einer traurigen Nachricht konfrontiert. Sein Freund, Lazarus, ist tot. Und was macht Jesus? Er weint. Nicht gerade das, was man von einem Wundertäter erwartet! Doch der Tod seines Freundes löst Trauer in ihm aus.

Während manche sich über den weinenden Wundertäter wundern, staunen andere: „Wie sehr er ihn lieb hatte!“ (Joh 11, 36).

Für mich sind diese sechs Wörter eine kleine Sensation… „Wie sehr er ihn lieb hatte“! Diese Menschen bringen auf den Punkt was Trauer bedeutet: Trauer ist ein Ausdruck der Liebe.

Versuchen wir also nicht unsere Trauer beiseite zu schieben. Schämen wir uns nicht, wenn uns auch nach Jahren noch die Tränen kommen. Geben wir unserer Trauer Raum. Denn das ist gut und das ist heilsam.

Kommen Sie gut und behütet ins Wochenende,

Ihr / Euer Pfarrer Oliver Helmers

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