Schön war’s: Ein Bericht zum Kirchenjubiläum

Ein schönes Wochenende liegt hinter uns. Oliver Helmers hat einige Eindrücke festgehalten. Sophia Wald hat das Jubiläum in wunderbaren Bildern festgehalten.

Am vergangenen Wochenende feierte die Evangelische Kirchengemeinde Aldingen ihr großes Jubiläum: 300 Jahre Mauritiuskirche.

Den gelungenen Auftakt bildete der Festvortrag von Roland Heinisch, der auch das Aldinger Museum leitet. Anhang zahlreicher Quellentexte führte er in die Geschichte der Kirche ein. Obwohl die Mauritiuskirche das Baujahr 1720 trägt, konnte man bei archäologischen Grabungen eine frühmittelalterliche Holzkirche bereits aus dem 8. Jahrhundert nachweisen, so Heinisch.  Diese habe einen Umfang von 4  x 8,50 Metern gehabt. Auch die Frömmigkeitsgeschichte spielte im Vortrag eine Rolle. Dabei zeigte sich immer wieder, dass sich Geschichte wiederholt – sei es hinsichtlich der Wünsche nach einem „fleißigeren“ Gottesdienstbesuch, baulichen Herausforderungen oder Problemen in der Mitarbeiterfindung. Immer wieder luden die Quellentexte zum Schmunzeln ein.

Ein besonderer Höhepunkt an diesem Wochenende war der Besuch von Matthias Adt am Sonntag. Inzwischen im Ruhestand, war er in der Zeit von 1993 bis 2007 selbst Pfarrer der Gemeinde. In seiner Festpredigt, in gut besuchter Kirche, erinnerte er an die „Wolke von Zeugen“, die sich nicht nur im Gemeindelogo, sondern auch im Kirchenraum niederschlägt. Pfarrer Adt ermutigte zum „Aufsehen auf Jesus den Anfänger und Vollender des Glaubens.“

Bürgermeister Fahrländer erinnerte in seinem Grußwort an die Bedeutung der Kirchengemeinde:  „Die Kirchen sind wichtige Instanzen der Menschlichkeit in unserer Gesellschaft. Erziehungsarbeit, Jugendarbeit, Seniorenarbeit, Krankenbesuche – dieses Engagement ist unverzichtbar und wichtig. Darüber hinaus schaffen die Kirchen soziale Einrichtungen, ohne die unsere Gesellschaft nicht mehr funktionieren könnte“, so der Aldinger Bürgermeister. Gegenüber dieser Leistung seien die derzeitigen Kirchenaustritte „sicher nicht die richtige Antwort“, stellte Fahrländer fest. Die Aufgaben der Kirche in der Gesellschaft seien wichtiger denn je.  

Im Anschluss an den Gottesdienst mit Posaunen- und Kirchenchor, nutzten die Jubiläumsgäste die Möglichkeit zum Verweilen im Festzelt. Bei herrlichem Wetter erfreuten sich die Besucher an einem umfangreichen Festbuffet. Unter der Leitung von Ina Wolfberger und Karin Pohl schlossen sich zahlreiche Kinder der Kinderkirchenführung an. Auch der Kirchturm konnte bestiegen werden.

Am späten Nachmittag endete das Jubiläum mit einem Konzert Trossinger Musikstudierender in der Mauritiuskirche. Vivaldis Gloria aus dem Jahr 1715, entstanden um die Zeit des Kirchenbaus, bildete den krönenden Abschluss.

Fotos: Sophia Wald Photo.Design

Pfarrer i.R. Matthias Adt freute sich über das Geschenk.
Bürgermeister Fahrländer brachte Geschenke.
Beim Psalmgesang „Wie lieblich schönHerr Zebaoth, ist deine Wohnung, o mein Gott“
Ein riesiges Festbuffet. „Wer hier nicht satt wird, hat etwas falsch gemacht.“ – Pfarrer Dewitz hatte Recht.
Studierende der Trossinger Musikhochschule beim Vivaldi Konzert.
Wie schön, dass auch der Kirchenchor dabei war.
Christian Vosseler und der Posaunenchor sorgten für festliche Musik.
Nicht nur der Altar war wunderschön geschmückt.
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