Fundstücke bei der Predigtvorbereitung

Im Gottesdienst am Sonntag (10:00Uhr live bei youtube oder: https://aldingenevangelisch.wordpress.com/video/) wird es um das Vater Unser gehen.

Weil mir dabei so viel Wunderbares begegnet ist, teile ich es hier… Viel Freude beim stöbern, nachlesen, nachhören.

Zwei ganz unterschiedliche Interpretationen:

Helmut Thielicke hat mir wichtige Impulse für die Predigt gegeben. Hier ein Artikel über ihn im Spiegel aus dem Jahre 1966!

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46415149.html

Spannend, was der Deutschlandfunk über Thielicke schreibt im Bezug auf die Einmischung in das politische Alltagsgeschäft. Was Thielicke wohl derzeit sagen würde?

Helmut Thielicke
Helmut Thielicke (1908-1986)
Das zerstörte Stuttgart im Jahr 1946: Blick vom Rathaus über die Altstadt zur Leonhardskirche. Foto: LMZ Baden-Württemberg
Zerstörtes Stuttgart

Was ein Aufzug mit dem Vaterunser zu tun hat….
https://de.wikipedia.org/wiki/Paternosteraufzug

Was ein Barbier mit dem Gebet zu tun hat?

Lies nach bei Martin Luther:

Es ist wie bei einem guten, fleißigen Barbier: Der muss seine Gedanken, seinen Sinn und seine Augen ganz genau auf das Schermesser und auf die Haare richten und darf nicht vergessen, wo er im Strich oder Schnitt ist. Wenn er aber zugleich viel plaudern oder anderswohin denken oder gucken will, so würde er einem leicht Mund und Nase, und die Kehle dazu abschneiden. So völlig verlangt jedes Ding, wenn es recht gemacht werden soll, den ganzen Menschen mit allen Sinnen und Gliedern; in diesem Sinne sagt man sprichwörtlich: „Pluribus intentus minor est ad singula sensus“, „Wer mancherlei denkt, der denkt nichts, macht auch nichts Gutes“. Wie viel mehr verlangt das Gebet das Herz einzig, ganz und allein, wenn anders es ein gutes Gebet sein soll!

Ausführlich für seinen Freund Meister Peter: https://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:l:luther:e:eine_einfaeltige_weise_zu_beten_fuer_einen_guten_freund

Gottesdienst am 17.05. 10:00Uhr

Wie immer feiern wir den Gottesdienst am Sonntag live im internet mit Ihnen.

Den Gottesdienst finden Sie im live-Stream hier: https://www.youtube.com/watch?v=awgm5zhSUMg&feature=youtu.be

Kindergottesdienst ist hier : https://www.youtube.com/channel/UCsnIncp_DV3YPMkif-4Npgg/featured

Spenden und Opfer: Besuchen sie unsere Spendenseite

Wie oft beten Sie das Vaterunser? Für den Gottesdienst am Sonntag habe ich eine Umfrage vorbereitet: https://app.sli.do/event/qbg6glni/embed/polls/19ba137f-e06b-4e14-8fd4-9980ade37227

Für die Teilnahme braucht es keine Anmeldung. Einfach oben anklicken und abstimmen.
Zu Beginn des Gottesdienstes wird es eine neue Umfrage geben. Dann ist derselbe Link gültig.

Umfrage zum Gottesdienst am 17.05.

Wie oft beten Sie das Vaterunser? Für den Gottesdienst am Sonntag habe ich eine Umfrage vorbereitet: https://app.sli.do/event/qbg6glni/embed/polls/19ba137f-e06b-4e14-8fd4-9980ade37227

Für die Teilnahme braucht es keine Anmeldung. Einfach oben anklicken und abstimmen.
Zu Beginn des Gottesdienstes wird es eine neue Umfrage geben. Dann ist derselbe Link gültig.

Den Gottesdienst finden Sie im live-Stream hier: https://www.youtube.com/watch?v=awgm5zhSUMg&feature=youtu.be

Eigentlich ein hartes Leben

Thomas Nowack (München) ist Geschäftsführer der Künstlergemeinschaft DAS RAD – Christen in künstlerischen Berufen. Zur Zeit schreibt er einen wöchentlichen Corona-Rundbrief, um KünstlerInnen, denen momentan die wirtschaftliche Existenz wegbricht, wichtige Informationen weiterzugeben und seelischen Beistand zu leisten. Im aktuellen Rundbrief findet sich diese kurze Biografie:

Geboren wurde er am 12. März 1607 in Gräfenhainichen nahe Wittenberg. Sein Vater wurde ihm als 12-Jähriger genommen und schon mit 14 Jahren ist er durch den Tod der Mutter Vollwaise. Gemeinsam mit seinem Bruder besuchte er die Fürstenschule in Grimma und studierte dann Theologie in Wittenberg mit dem Ziel, Pastor zu werden. In dieser Zeit brach der Dreißigjährige Krieg auch über Sachsen herein. Die Heimatstadt wurde von den Schweden in Schutt und Asche gelegt und kurze Zeit später grassierte die Pest, an der auch sein Bruder Christian starb.

Mit 44 Jahren trat er sein erstes Pfarramt in Mittenwalde, eine Tagesreise südlich von Berlin, an. Mit 48 Jahren heiratete er seine 16 Jahre jüngere Ehefrau Anna Maria Berthold, die er schon lange gut kannte. Sie brachte fünf Kinder zur Welt. Aber nur eines blieb am Leben und überlebte die Eltern, die anderen starben alle sehr früh in den ersten Lebensjahren. Einige Jahre später wurde er leitender Pfarrer an der Berliner Hauptkirche St. Nikolai.  Aber auch hier schlug das Schicksal wieder zu. Seine Ehefrau Anna starb nach nur 13 Jahren Ehe, sie wurde nur 45 Jahre alt. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er als Pfarrer in Lübben im Spreewald. Am 27. Mai 1676 starb er im Alter von 69 Jahren.

Ich denke, Ihr wisst längst, von wem hier die Rede ist: dem Pfarrer und Liederdichter Paul Gerhardt. Ihm verdanken wir 139 Lieder. Im Evangelischen Gesangbuch stehen davon 26, im katholischen Gotteslob 12. Er ist mit Luther der bedeutendste Liederdichter des deutschen Protestantismus. Seine Lieder sind voller Hoffnung und Kraft trotz oder gerade wegen der persönlichen Schicksalsschläge und der verheerenden Zeitumstände. Das, was er und viele Zeitgenossen ertragen mussten, ist mehr, als die meisten von uns in den momentanen Corona-Zeiten erleben und aushalten müssen. Und das im Angesicht des ständig andauernden Krieges ohne Aussicht auf „Lockerung“ oder Erleichterung. Hätte Paul Gerhardt also nicht allen Grund gehabt, zu jammern, zu zweifeln, zu verzweifeln oder Gott anzuklagen? Sicher Ja. Aber das Gegenteil scheint eingetreten zu sein. Das Gottvertrauen, das aus seinen Texten spricht, beeindruckt mich in diesen Tagen ganz neu und gibt mir Kraft in diesen Zeiten – mögen seine Texte und der Glaube, der darin sichtbar wird, auch Euch Kraft, Hoffnung und Zuversicht schenken. Lassen wir ihn dazu doch selber zu Wort kommen:

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt

der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.

Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,

der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann!

Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt!

Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt,

mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit,

so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud!

Ein Tipp für die Kinder

Frau Baumann-Seyler vom Kindergarten im Brühl weist uns auf ein Buch hin und auf den entsprechenden YouTube-Clip. Sie schreibt:

Dieses Büchlein ist unserer Meinung nach eine gute Hilfe für Eltern mit Kindergartenkindern.

Es erklärt die aktuelle Corona Situation sehr kindgerecht. Man kann es den Kindern vorlesen oder unter folgendem Link in YouTube anschauen:

Viele Grüße

Elke Baumann-Seyler

Martin Luther und COVID-19? (Fundstück)

Wir sind nicht die erste Generation, die mit einer Seuche zu kämpfen hat. In einem Brief von 1527 schreibt Martin Luther, wie er sich in einer solchen Situation verhält. Seine Worte sind immer noch top aktuell und eine starke Orientierung.

„Wohlan, der Feind hat uns durch Gottes Verhängnis Gift und tödliche Krankheit hereingeschickt.

So will ich Gott bitten, dass er uns gnädig sei und wehre.

Danach will ich … Orte und Personen meiden, da man meiner nicht bedarf, auf dass ich mich selbst nicht verwahrlose und dazu durch mich vielleicht viele andere vergiften und anstecken und ihnen so durch meine Nachlässigkeit Ursache des Todes sein möchte.

Will mich indes mein Gott haben, so wird er mich wohl finden, so habe ich doch getan, was er mir zu tun gegeben hat, und bin weder an meinem eigenen, noch an anderer Menschen Leben schuldig.

Wo aber mein Nächster meiner bedarf, will ich weder Orte noch Personen meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen, wie oben gesagt ist.

Siehe, das ist ein rechter, gottesfürchtiger Glaube, der nicht dummkühn noch frech ist, und auch Gott nicht versucht.“

Martin Luther

(Diesen Text habe ich im Gemeindebrief meines Kollegen, Christian Lehmann (Walheim) gefunden, der ihn gerne zur Verfügung stellt.)

Lege deine Sorgen nieder („Fundstück“)

Kurzarbeit? Finanzielle Engpässe? Sorgen um die Kinder? Sorgen um die Gesundheit? Die Sorgen sind in diesen Wochen vielfältig. Das heutige „Fundstück“ ist ein Lied von Sefora Nelson. Erst neulich haben wir es im Gottesdienst gesungen:

Sefora Nelson
Lege deine Sorgen nieder
Leg sie ab in meiner Hand
Du brauchst mir nichts zu erklären
Denn ich hab dich längst erkannt

Lege sie nieder in meiner Hand.
Komm leg sie nieder, lass sie los in meiner Hand.
Lege sie nieder, lass einfach los.
Lass alles fallen, nichts ist für deinen Gott zu groß.

Lege deine Ängste nieder
Die Gedanken in der Nacht
Frieden gebe ich dir wieder
Frieden hab ich dir gebracht

Lege deine Sünde nieder
Gib sie mir mit deiner Scham
Du brauchst sie nicht länger tragen
Denn ich hab für sie bezahlt

Lege deine Zweifel nieder
Dafür bin ich viel zu groß
Hoffnung gebe ich dir wieder
Lass die Zweifel einfach los

Impuls zum Muttertag

Ist Gott wie ein Vater oder doch eher wie eine Mutter?

An der einen Stelle der Bibel wird Gott mit einer Henne verglichen, die ihre Küken unter ihren Flügeln beschützt (Lukas 13). An einer anderen wie ein Hirte, der seinen Schafen kämpferisch den Weg durch die Dornen bahnt (Psalm 23). In Psalm 22 findet man Gott als Hebamme, die von Anfang an da ist („du bist es, der mich aus dem Mutterleib gezogen hat.“), während Gott im Alten Testament wie ein Krieger sein Volk führt (Buch Josua).  

Ist Gott nun wie ein Vater oder eher wie eine Mutter? Ganz egal. Es geht um den Gott, der schon zu Mose gesagt hat: „Ich bin, der ich bin. Ich werde sein, der ich sein werde.“

Für mich heißt das: Gott ist ein Gott, der erfahren werden will. Mögen wir Gott darum niemals auf ein bestimmtes Bild (oder gar Geschlecht) festnageln und mögen wir uns immer wieder herausfordern lassen von den Gottesbildern, die Jesus uns vor Augen führt. Manchmal ist Gott wie eine gute Mutter und manchmal wie ein guter Vater. In jedem Fall dürfen wir uns zu seinen Kindern zählen.

Wie gut, dass wir so einen Gott haben – und wie gut, dass wir zu ihm gehören.

Oliver Helmers

Keine Konfirmationen : (

„Heute wäre doch eigentlich…“ denke ich so manches Mal, wenn ich einen Blick in meinen Kalender werfe. Heute schmerzt das besonders. An diesem Muttertag wäre die Gruppe A unserer Konfis konfirmiert worden.

Lieber Marius, lieber Kai, lieber Deniel, lieber Felix, liebe Emma, lieber Moritz, liebe Marissa, lieber Richard, liebe Milena, liebe Miranda, liebe Alena, liebe Jana, liebe Lilian . Wir denken an Euch! Wie heißt es so schön? „Verschoben ist nicht aufgehoben“.

Wir freuen uns, wenn wir nun am 27.9. Eure Konfirmation feiern.

Bis dahin, haltet durch und seid -auch von Karin- herzlich gegrüßt – mit der Tageslosung

„Tu, was dir vor die Hand kommt; denn Gott ist mit dir“ (1. Samuel 10,7)

Oliver Helmers