FAQ Neues Gemeindehaus (Stand: 04.11.2022)

Hier entsteht eine Sammlung von häufig gestellten Fragen (FAQ).
Die Sammlung wird laufend aktualisiert. Schauen Sie mal wieder rein.
Wenn Ihre Frage hier nicht beantwortet wird, dann schreiben Sie uns doch, wir wollen alle Fragen beantworten und vielleicht schafft es ihre Frage auch hier in die Sammlung. Bitte schreiben sie eine Mail an: gemeindehaus@aldingen-evangelisch.de.

Was kostet es? (Neu 11_2022)

Wir rechnen mittlerweile mit Kosten von 2,55 Mio.
Im Herbst 2021 lag die Kostenschätzung eines Architekten bei 2Mio Euro.

Ist die Finanzierung abgedeckt? (Wer finanziert wieviel?) (neu 11_2022)

Noch haben wir das Geld nicht komplett beisammen. Es braucht noch eine große Anstrengung an Spenden und Eigenleistungen. Aber uns scheint dies möglich zu sein.

In der Tabelle sind die Finanzmittel aufgeführt, die derzeit schon sicher sind. Von den Restkosten kann der Wert des Verkaufs des alten Gemeindehauses abgezogen werden. Ebenso die Eigenleistungen.

Gesamtkosten2.550.000,00 €
Zuweisung OKR 30%-756.000,00 €
Zuweisung Kirchenbezirk 10%-255.000,00 €
Rücklagen -410.000,00 €
Rücklage Gemeindehaus-119.000,00 €
Vermögensgrundstock-4.000,00 €
Kredit auf 10 Jahre255.000,00€
Restkosten 751.000,00€
Erlös Verkauf????
Eigenleistungen und Spenden????
Wie ist die zeitliche Schiene?

Ca. 2,5 Jahre. Maßgeblich hängt es davon ab wie schnell wir das nötige Grundkapital bereit stellen. Vor dem Baubeginn müssen 66% der Eigenmittel vorhanden sein.

Wann müssen wir aus dem jetzigen Gemeindehaus raus? (neu 11_2022)

Das hängt von der Nach-Nutzung ab, voraussichtlich aber Anfang 2023. So schnell wird es wohl nicht werden…

Gibt es ein Nutzungskonzept?

Aufgrund der Rückmeldungen des ganzen Prozesses (über 10 Jahre) und mit den Überlegungen zum konkreten Bedarf derzeit hat der Kirchengemeinderat ein Raumkonzept aufgestellt. Das muss nun mit den Vorgaben des Oberkirchenrates und den baulichen Möglichkeiten konkretisiert werden.

Haben alle Gruppen einen Platz?

Ja – vielleicht anders als bisher, aber jeder bekommt Platz.

Sind die Kosten in der derzeitigen globalen Lage überhaupt kalkulierbar? (Lieferketten, Krieg, Corona)

Leider schwer abschätzbar – wir hoffen auf Besserung und vertrauen, dass Gott uns weiterführt und zum Ziel bring!

Was, wenn die Kosten explodieren? (Kennt man ja aus der Presse, Stuttgart 21, BER, …)

Das darf nicht passieren – vorher müssen wir die Notbremse ziehen.

Warum nicht alles so lassen, wie es ist?

Alles lassen geht nicht.
Wir müssen etwas machen (Brandschutz, Heizkosten, Installation, Geruch, Fenster, Boden im Jugend- und Kinderstundenraum, Schimmel…).

Gibt es Alternativen zum Neubau?

Die Alternative ist eine Generalsanierung. Die Kosten für die Sanierung wurden vom Architekten auf 1,5 Mio. geschätzt. Für die Sanierung bekommen wir aber weniger Zuschüsse. Wenn wir für das alte Gemeindehaus noch einen Verkaufswert erreichen, dürfte der Neubau finanziell interessanter sein.
Hier die Kostenübersicht (mit den „alten Werten“ die Zahlen sind zwar nun höher, aber an den Relationen ändert sich wohl nichts):

Sanierung  Neubau
    
Gesamtkosten1.500.000,00 € 2.000.000,00 €
Zuweisung OKR
Sanierung: 20%
Neubau: 30%
-300.000,00 € -600.000,00 €
Zwiesung KiBez 10%-150.000,00 € -200.000,00 €
    
Rücklagen-375.000,00 € -375.000,00 €
RL Gem Haus-116.000,00 € -116.000,00 €
Vermögensgrundstock-12.000,00 € -12.000,00 €
Restkosten        547.000,00 €                       697.000,00 €
Unterschied Sanierung/Neubau  150.000,00 € 
Erlös Altes Gemeindehaus  ?????????
Was gewinnen wir durch den Neubau?
  • Wir können ein einladendes Gemeindehaus gestalten, wie wir es jetzt brauchen. Ein Haus, das den Bedürfnissen der Gemeinde jetzt entspricht.
  • Wir haben die Chance, das Leben in der Kirche und im Gemeindehaus zu verbinden:
  1. Gemeindemittagessen nach der Kirche gleich nebenan.
  2. Kinderkirche und Krabbelstube nebenan, evtl. mit gemeinsamem Start in der Kirche.
  3. Treffen und Sitzungen könnten mit einer Andacht in der Kirche beginnen und dann im Gemeindehaus fortgesetzt werden.
  4. Vortrag/Konzert in der Kirche mit Begegnung im Gemeindehaus.
  5. Es wird deutlich, dass Sonntag (Kirche) und Werktag (Gemeindehaus) zusammen gehören.
  6. Gemeinschaft und Gottesdienst ergänzen sich.
  • Wir können Fläche reduzieren, die wir bewirtschaften müssen (Rasen, Gehweg, Winterdienst). Die Kirchenpflege schätzt die jährlichen Einsparungen durch niedrigere Bewirtschaftungskosten (Heizung, Reinigung etc.), Unterhaltskosten (Reparaturen) und Außenanlagen (Winterdienst, Grünanlagenpflege) auf ca. 20 – 25.000 €.
Was passiert mit dem bestehenden Gebäude? (Neu 11_2022)

Leider hat sich die Nachnutzung durch die Diakonie zerschlagen. Das Gebäude ist für eine Tagespflege zu groß und für eine Tagespflege mit Senioren-Wohngemeinschaft ist es zu klein.
Wir suchen eine neue Nachnutzung bzw. einen Käufer.

Wer plant den Neubau?

Ein Architekt, den wir noch bestimmen müssen.

Wo bleibt unsere Identität als Gemeinde?

Unsere Identität hängt nicht am Gebäude, sondern an Beziehungen. Diese wollen wir mehr im Blick haben. Gerade durch die Verbindung Gemeindehaus – Kirche.

Wie hoch wird der Erlös beim Verkauf des alten Gemeindehauses? (Neu 11_2022)

Das ist gerade in Klärung und wird dann das Ergebnis der Verhandlung mit den Interessenten sein.

Was wird mit den Parkplätzen an der Kirche? (neu 28.07.2022)

Das ist derzeit noch nicht geklärt. Dürfte aber das Projekt nicht scheitern lassen. Evtl. können die Parkplätze auch an anderer Stelle entstehen, z.B. im Bereich der Garagen an der Steigstraße. Diese brauchen wir dann nicht mehr. Das Thema wird auf jeden Fall eine Aufgabe für den Architekten sein.

Wer ist nochmal (der Herr) Ausgleichsstock? (neu 05.09.2022)

In den Finanzierungsplanungen und in der Frage der Genehmigung ist immer vom „Ausgleischsstsock“ die Rede. Wer oder was ist das?

Historisch: 1955 wurde dieser „Geld“-Stock gegründet. Dabei wird von dem Anteil der Kirchensteuer, der (eigentlich) den Kirchengemeinden zusteht (50%der Steuereinnahmen) jedes Jahr ein bestimmter Anteil zurückgelegt. Das wird im Bereich der Städte und Gemeinden (weltlich) ganz gleich gemacht. Auch dort heißt dieser Fördertopf Ausgleichsstock. Mit vollem Namen heißt der Fördertopf: Ausgleichsstock für hilfsbedürftige Kirchengemeinden.
Grundidee war und ist, auch „Armen“ Gemeinden zu ermöglichen in Gebäude oder Kindergärten zu investieren. (Damals formulierte man das so: „Es wird ein Ausgleichsstock gebildet, der dem finanziellen Lastenausgleich unter den Kirchengemeinden dient.“)
Dabei ist die Prüfung der „Hilfsbedürftigkeit“ immer mehr in den Hintergrund getreten.

Das Geld wird von einem Ausschuss der Landessynode verwaltet.
Der Oberkirchenrat (als Behörde) führt die Geschäfte des Ausschusses. Also er erstellt die Sitzungsvorlagen und berät den Ausschuss.
Deshalb sind die Gespräche mit dem OKR so wichtig, weil der Ausschuss idR (so hört man) nicht gegen die Vorschläge des OR entscheidet.

Der Ausschuss hat im Lauf der Jahre eine ganze Reihe „Grundsatzbeschlüsse“ gefasst. Diese geben einen Rahmen vor, was genehmigt wird und was nicht. (https://www.service.elk-wue.de/uploads/tx_asrundschreiben/Merkblatt_Grundsatzentscheidungen_des_Ausschusses_fuer_den_Ausgleichstock__Stand_Maerz_2022__78.3-1354-03-V16_8_.pdf)

Der Ausgleichsstock ist also (nur) für die Bezuschussung zuständig. Er genehmigt (oder verweigert) nicht ein Vorhaben. Dafür ist der Oberkirchenrat zuständig.
Andererseits ist es de facto schwer möglich ohne die Zuschüsse des Ausgleichsstock sein Projekt um zu setzen.
Was grundsätzlich möglich ist: Der Ausgleichsstock kann seinen Zuschuss begrenzen und die gemeinde hat dennoch die Möglichkeit größer/teurer zu bauen. Bekommt dann aber dafür keine Zuschüsse.
Hier spielt dann die Genehmigung durch den Oberkirchenrat wieder eine Rolle. Hier wurde uns signalisiert, dass der Oberkirchenrat hier selten die Genehmigung verwehrt.

Die Förderanteile sind beachtlich:
Gemeindehäuser u.äh.: 30%
Denkmalgeschützte Gebäude: 35%
Pfarrhäuser: 40%
Dazu kommt jeweils der Zuschuss durch den Kirchenbezirk: weitere 10%

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