Seelsorge: Ein Gespräch, das gut tut

Bestimmt kennen Sie das: Ein Gespräch tut manchmal richtig gut, es bringt einen voran und zeigt neue Perspektiven auf. „Gespräch ist gegenseitige distanzierte Berührung“, meinte jemand (Marie von Ebner-Eschenbach); manchmal tut es auch gut, mit einer außenstehenden Person zu sprechen, anonym und unverbindlich. Dafür hat unsere Landeskirche manche bestehenden Angebote ergänzt und ausgeweitet.
So wurden die Kapazitäten der Telefonseelsorge deutlich erhöht. Die evangelische Telefonseelsorge Stuttgart ist unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-1110111 erreichbar.

Auch eine Chatberatung oder E-mail-Beratung ist möglich: https://online.telefonseelsorge.de

Für Schülerinnen und Schüler wurde ein eigener Chat eingerichtet. Erreichbar über https://www.kirche-und-religionsunterricht.de/

Mögen diese Angebote vielen von uns zum Segen werden!

Oliver Helmers

„Ein Mann von Größe rennt nicht“

Gestern war Vatertag. Von einem besonderen Vater erzählt die berühmte Geschichte vom verlorenen Sohn. In Lukas 15, 20 heißt es: Als der Sohn noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Lukas 15,20
Dass ein Mann zu seinem Sohn rennt, war in damaliger Zeit undenkbar. „Ein Mann von Größe rennt nicht, er bewahrt Haltung.“, schreibt schon Aristoteles. Sklaven rennen – das schon. Aber kein angesehener Mann würde in der Öffentlichkeit jemals rennen. 

Aus antiker Weltsicht ist dieser Vers also höchst ungewöhnlich. Als wäre das noch nicht genug, wird hier kein gewöhnlicher Vater beschrieben: Der Vater repräsentiert Gott. Er rennt seinem Kind entgegen. Was für ein Bild!

Wenn er sich so zu Ihnen aufmacht, sollten Sie sich nicht auch zu ihm aufmachen? 
Was kann Ihnen heute helfen, sich auf ihn zuzubewegen? 
Ob es ihnen gelingt oder nicht: Ich wünsche ihnen, dass Sie diese Vaterliebe Gottes spüren. Die Liebe von dem Gott, der nicht „irgendwo da oben ist“, sondern längst auf dem Weg zu Ihnen!

Ihr Pfarrer Oliver Helmers   

„Jesus ist hier“ – ja, wo ist er denn?

Manchmal sagen wir in unseren christlichen Kreisen „Jesus ist hier.“. Genau genommen stimmt das nicht. Oder haben Sie Jesus heute früh beim Bäcker getroffen?

Ich weiß, ich provoziere. Aber heute ist eben Himmelfahrt.

Wenn Jesus in den Himmel „aufgefahren“ ist und er „zur Rechten Gottes sitzt“ und „uns vertritt“, ist er also jetzt weg?
Nein, ganz sicher nicht. Er schickt uns seinen Heiligen Geist. Auf diese Art und Weise ist er bei uns.

Dürfen wir jetzt nicht mehr sagen, dass Jesus hier ist? Ich meine, doch! Er sagt es ja selbst: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Aber er meint eben damit, dass er uns durch seinen heiligen Geist begleitet. Nicht nur, wenn wir morgens zum Bäcker gehen.

Oliver Helmers

Und wieder keine Konfirmation : (

Heute geht’s mir nicht anders als am letzten Sonntag. Auch heute steht „Konfirmation“ im Kalender.

Lieber Justin B., lieber Gabriel, liebe Vanessa, liebe Hanna, liebe Julia, lieber Mika, liebe Lena, liebe Emely, liebe Miriam, liebe Lara, liebe Adriana, liebe Marie, liebe Emmi, lieber Justin S., liebe Ronja,

wie gerne hätten wir Euch heute konfirmiert und mit Euch feiert! Es ist nur ein kleiner Trost, dass wir die Konfirmation nachholen (am 4. Oktober) und trotzdem freuen wir uns schon jetzt darauf.

Wir grüßen Euch mit der heutigen Tageslosung:

„Ihr habt Jesus Christus als den Herrn angenommen; darum lebt nun auch in der Gemeinschaft mit ihm und nach seiner Art! Seid in ihm verwurzelt und baut euer Leben ganz auf ihn. Bleibt im Glauben fest und lasst euch nicht von dem abbringen, was euch gelehrt worden ist. Hört nicht auf zu danken für das, was Gott euch geschenkt hat.“ (Kolosserbrief 2, 6-7, Gute Nachricht Bibel)

Herzliche Grüße auch von Karin Pohl

Oliver Helmers